DAS SCHLOSS VON BOIS DE LA SALLE

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Das Schloss

Das Schloss wurde von Michel-Henry von Méherenc, Marquis von Saint Pierre (geboren am 15. August 1660 in Saint-Benoît de Paris) eingerichtet.

Die Nebengebäuden

Sie bildeten früher die Unterkunft der Stallknechte, die Pferdeställe, die Sattlerei und die Backstube.

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Die Kapelle

Die Kapelle befindet sich in der Ecke des geschlossenen Hofs, symmetrisch zum im ähnlichen Stil erbauten Pavillon, wie es in mehreren Herrenlandbesitzen der Fall ist.
Sie enthält Heiligenfiguren von Sankt Michel und Sankt Gouéno, einen von Corlay signierten Altar, sowie ein Gemälde über Mariä Himmelfahrt, das von den Truppen durch Bajonette-Stiche durchbohrt wurde. Sie hatten das Schloss während der französischen Revolution besetzt.

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Das Taubenhaus

Dieses mit einem Schieferdach und einem Oberlicht ausgestalteten Taubenhaus wurde in 1701 von der Familie de Méhérenc de Saint Pierre wieder errichtet.
Der Innenraum des Taubenhauses besteht aus Nistkästen, die als Nistloch bezeichnet werden. Jedes Nistloch ist eine Unterkunft für ein Taubenpaar.
Dank der Besonderheit des zentralen Treppenhauses können alle Nistkästen besucht werden.

Das Kruzifix

Dieses Kreuz diente auch als Altar und ist mit einem Vesperbild ausgestattet. Der Sockel trägt die Wappen von Michel-Henri de Méhérenc de Saint Pierre und von Thérèse Le Chaponnier. Er befindet sich neben der Kirche von Pléguien.

Ein wenig Geschichte

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Anfang des 16. Jahrhunderts war „Le Bois de la Salle“ ein adliges Haus, d.h. frei von der Provinzsteuer, und von der Familie MAUGOUER bewohnt. Diese Familie wurde später mit der Familie LE CHAPONNIER DE KERGRIST miteinander verwandt. Das Schloss soll 1642 gebrannt haben, und wurde teilweise wieder aufgebaut.
Renée-Thérèse LE CHAPONNIER heiratete in 1701 Michel-Henry DE MEHERENC, Graf von SAINT PIERRE, und aus der Normandie stammend. Er war Offizier und kam zufällig aufgrund einer Besatzung nach Chatélaudren.
In seinem „Buch der Vernunft“, das er 1701 zu schreiben begann, erwähnt er, dass das Taubenhaus in August 1701 wieder errichtet. Er legte den Gemüsegarten an und stockte 1702 einen Teil der Wohnung auf.
Am 01. Mai 1705 begann man den Teich zu entschlammen und diese Arbeit wurde im August 1706 abgeschlossen. Es waren 300 Arbeitstage nötig. Die gemeinsamen Räume wurden 1718 gebaut. Die Bauarbeiten der Kapelle und der Sattlerei begannen am 01. August 1720 und endeten im Juli 1723, sowie die Hofmauer (Werk über die Nordküsten, Stadtbezirk von St. Brieuc von Benjamin JOLIVET – Guingamp 1854).
In jener Epoche war es üblich, eine von Eichen umrandete Allee anzulegen, welche asymmetrisch von dem Anwesen verlief. Aufgrund dieser Besonderheit ist es möglich, im letzten Augenblick, das ganze Schloss und seine Umgebung zu entdecken.
Bei Ankunft können Sie aufgrund einer leichten Neigung Einsicht auf das Anwesen und seines mauerumrandeten Vorplatzes nehmen. Der Lichteinfall vom Süden lässt die Gebäude im vollen Licht erstrahlen.
Eine gute Architektur soll unmissverständlich die Funktion eines Wohngebäudes widerspiegeln, sowie die soziale Klasse seiner Bewohner. Im „Bois de la Salle“ sind die Dinge ganz klar: es handelt sich um ein „Edelhaus“, dessen Funktion das Vergnügen sein soll.
Die Einzigartigkeit des „Bois de la Salle“ besteht darin, dass das Anwesen heute noch von der Familie des Erbauers bewohnt wird. Dieses verleiht dem Anwesen einen starken Erinnerungswert. Dieses Gebäude wird dadurch eine Art „Gedächtnisschatulle“.